Der Begriff „Hybrid“ steht für das Zusammenkommen unterschiedlicher Elemente – ursprünglich aus der Biologie stammend, wird er heute vor allem als Metapher für kulturelle und gesellschaftliche Vermischung verwendet. In der Sozialwissenschaft beschreibt er die zunehmende Durchdringung und Verflechtung von Kulturen im Zuge der Globalisierung.
Der Philosoph Wolfgang Welsch prägte hierfür das Konzept der Transkulturalität: Identitäten entstehen heute nicht mehr innerhalb klar abgegrenzter Kulturen, sondern durch die Verbindung vielfältiger kultureller, sozialer und religiöser Einflüsse. Jeder Mensch trägt somit eine individuelle, hybride Identität.
Dieses Verständnis von Hybridität fördert Offenheit, gegenseitiges Verstehen und die Wertschätzung von Vielfalt – es ersetzt Grenzen durch Austausch und Begegnung.
Der hybrider Blick auf die Mode
Der Begriff „Hybrid“ steht für das Zusammenkommen unterschiedlicher Elemente und wird heute auch als Metapher für kulturelle Vermischung verwendet. Nach Wolfgang Welschs Konzept der Transkulturalität entstehen Identitäten durch die Verbindung vielfältiger kultureller Einflüsse. Hybridität steht damit für Offenheit, Austausch und die Wertschätzung von Vielfalt. So trägt jeder Mensch eine individuelle, hybride Identität in sich.
Meine Oma Nanni ist für mich eine große Inspiration – ihre Stärke, ihr Stil und ihre perfekt abgestimmten Sets inspirieren mich bis heute. Ich trage ihre Harmonie in meine eigenen Looks weiter. Der Dschungel dient dabei als Bild: dichtes Grün, weiche Formen, lebendige Bewegung eine Ruhe und Naturverbundenheit, die sich im Outfit zeigt.
Meine Oma Nanni ist für mich eine große Inspiration – ihre Stärke, ihr Stil und ihre perfekt abgestimmten Sets prägen bis heute meine eigene Ästhetik.
Das Label Etro inspiriert mich immer wieder durch die selbstverständliche Verbindung von Muster, Material und kulturellen Einflüssen. Die Farbgebung basiert auf einem alten Familienfoto aus Delhi.
Das Label Etro inspiriert mich immer wieder durch die selbstverständliche Verbindung von Muster, Material und kulturellen Einflüssen. In diesem Geist entstanden meine Prints mit orientalisch geprägten Mustern. Die Farbgebung basiert auf einem alten Familienfoto aus Delhi, das meine Mutter und meine Tanten zeigt – eine Erinnerung, die Atmosphäre, Herkunft und Geschichte in die Gestaltung überträgt.
Inspiriert von In the Mood for Love (2000) entstand aus einem originalen Sari meiner Großmutter ein Outfit, das chinesische Eleganz mit indischer Tradition verbindet.
Der Film In the Mood for Love (2000) lebt von Zurückhaltung, Spannung und einer präzise komponierten Bildsprache, in der Kleidung zu einem zentralen Ausdrucksmittel wird. Davon inspiriert entstand aus einem originalen Sari meiner Großmutter ein Outfit, dass chinesische Eleganz mit indischer Tradition verbindet. So entsteht ein Dialog zwischen Film, persönlicher Erinnerung und textilem Erbe.
Der hybrider Blick auf die Mode
Meine Kollektion setzt sich mit kultureller Vermischung auseinander. Durch einen freien, experimentellen Prozess entwickelte ich durch Draping neue Formen und kombinierte traditionelle wie moderne Schnitte verschiedener Kulturkreise.
Materialien aus aller Welt wurden zu einer Kollektion verwoben, die Unterschiede vereint. Dabei spiegelt sich meine eigene Identität wider: die Verbindung der deutschen Kultur meines Vaters mit der indischen meiner Mutter. Ich begreife mich selbst als Hybrid und Teil einer transkulturellen Gesellschaft.
Meine Kollektion ist eine bewusste Auseinandersetzung mit kultureller Vermischung. Ausgangspunkt war ein freier, experimenteller Gestaltungsprozess: Aus simplen Stoffbahnen entwickelte ich durch Draping Formen und kombinierte traditionelle wie moderne Schnitte aus unterschiedlichen Kulturkreisen. So entstanden einzigartige Outfits, die Konventionen brechen und Grenzen spielerisch überwinden.
Die verwendeten Materialien stammen aus aller Welt – von indischen Familienstoffen über amerikanische, italienische und französische Textilien bis hin zu griechischen Bändern. Die Vielfalt an Mustern, Strukturen und Techniken wurde zu einer stimmigen Kollektion verwoben, die Unterschiede nicht trennt, sondern vereint.
In meiner Arbeit spiegelt sich meine persönliche Identität wider: eine Verbindung von zwei Kulturen – der deutschen meines Vaters und der indischen meiner Mutter. Ich begreife mich selbst als Hybrid, als Teil einer transkulturellen Gesellschaft, in der Grenzen zunehmend fließend werden.
Design & Styling by Annika Grussler / Photos by Edouard Olszewski / Make-up Artist - Nicole Bachmann
Models - Lucy Angeloni, Johanna Becker, Lara Buyse & Anna Anh Petry